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Die Ethikschutz-Initiative (ESI) wurde 1992 von Günter
Emde aus eigenen persönlichen Erfahrungen ins Leben
gerufen, um sog. Whistleblowern beizustehen.
Whistleblower sind Menschen, die einen gefahrbringenden
Missstand oder Plan ans Licht bringen oder eine unverantwortliche
Arbeit verweigern, und die deswegen persönliche Repressalien
erleiden oder befürchten müssen. Sie handeln aus uneigennützigen
Motiven gegen den Willen ihrer Vorgesetzten und nehmen
dadurch persönliche Nachteile und Risiken in Kauf.
Whistleblower sind das Gewissen unserer Gesellschaft:
Das Hören auf ihre Stimme ermöglicht es, Katastrophen
zu vermeiden und unverantwortliche Missstände auszuräumen.
Sie sind auch das Mittel, um die heimliche Entwicklung
von verbotenen A-B-C-Waffen zu verhindern.
Diese Einsicht ist noch immer zu wenig verbreitet.
In England gibt es immerhin ein Gesetz zum Schutz von
Whistleblowern. Darum ist nach wie vor diese Initiative
notwendig, um diesen mutigen Menschen beizustehen, die
sich mit Zivilcourage für eine bessere Welt einsetzen.
Veröffentlichungen über die grundsätzliche Problematik,
über die Rechtslage in Deutschland und über typische
Whistleblowerfälle sind unter Veröffentlichungen
aufgeführt, einige neuere Informationsquellen unter
Aktuelles
angegeben.
Günter Emde ist im Jahr 2000 aus Altersgründen und
wegen anderer Verpflichtungen von der Leitung der Ethikschutz-Initiative
zurückgetreten. Nachfolgerin wurde Frau Antje Bultmann.
Über die neuere Entwicklung wird unter Aktuelles berichtet.
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