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K7 infozine über grotesk:
grotesk ist wohl
eines der innovativsten electro-projekte unserer tage, das es
durchaus verdient, zumindest was die popularität an geht, in
die
fußstapfen namhafter größen zu treten.
hinter grotesk steht
der solo-performer mane unverdorben, der seit seinem 15.
lebensjahr seine eigenen künstlerischen wege beschreitet und
mittlerweile einen musikalischen stil entwickelt hat, der einfach
in keine gängige schublade passen will. überwiegend
schnelle,
treibende rhythmen, verrückte bassläufe,
eingängige, meist
melancholische melodien und ein fantastischer gesang - das ist
die musik von grotesk.
torsten gentzsch
black / ausgabe 17 - von manuela orth:
GROTESK ehrlich unverdorben ?!
Diese und auch die
folgenden Zeilen berichten von einem Einzelgänger,
Einzelkämpfer
und Ein-Mann-Projekt aus dem Süden unseres Landes, der
unbeirrter Dinge seinen Weg, sein Ziel und seinen eigenen Stil
verfolgt, den er in seinem kleinen, eigenen, liebevoll "Hinterzimmer"
genannten Studio seit einiger Zeit schon schmiedet und pflegt.
Die Rede ist von Mane Unverdorben - "... kein Künstlername
- ich heiße tatsächlich so; und ich denke auch,
daß ich so bin!?"
- dem Musiker, der GROTESK mit Leben erfüllt.
Labelseitig pflegt man sein Schaffen als Electro-Wave zu
bezeichnen, was das elektronische Gemisch aus musischen
Gesangsexperimenten relativ tiefer, voller Stimmlage in
englischer und auch deutscher Sprache zu verschiedensten Rhythmen
unterschiedlicher Tempi und textlicher Inhalte durchaus gut
trifft. Der nachdenkliche Forschergeist dieser Formation hält
sich nicht mit allem grundsätzlich lange auf. So
äußert er
sich zum Namen seines Musikprojektes lediglich mit den Worten:
"Das Kind brauchte einen Namen und ich denke, daß GROTESK
das Ganze sehr gut trifft."
grotesk [gr.-lat.-vulgärlat.-it.-fr.]:
a) durch eine Übersteigerung od. Verzerrung absonderlich,
phantastisch wirkend;
b) absurd, lächerlich.
Licht- und Schattenseite also. Gut und Böse. Schwarz und
Weiß.
Alles und Nichts. Ein Ganzes eben... Den
Interpretationsmöglichkeiten
sei hiermit freier Lauf gewährt! Doch schon nach dem
Genuß nur
weniger der insgesamt 14 musikalischen Kreationen der aktuellen
Veröffentlichung "Querschnitt" wird deutlich, daß
dieser gewählte Name kaum treffender hätte sein
können, denn
das typische GROTESK-Stück gibt es einfach nicht. So ist es
gut
möglich, daß die Lager der Hörerschaft
gespalten erscheinen,
weil die einen nur die sanften, die anderen nur die treibenden,
die deutsch betexteten... Gebiete der GROTESKen Klangwelten
reizvoll finden. Es existieren die melodischen, die
experimentellen, elektronisch-kalten, die melancholischen oder
auch tanzbaren, ... von allem ein bißchen und doch GROTESK.
Abgesehen von eigenen Unternehmungen in der Welt der Musik und
der Klänge gehörte Mane Unverdorben dereinst den 21
EXPLODING
EYES an - genau genommen von 1986 bis ins Jahr 1993 hinein.
"Außer denen und GROTESK ist da eigentlich nichts was an
dieser Stelle noch erwähnenswert wäre.
Tatsächlich hatte ich
aber lange daran zu arbeiten den Underground-Status, den die 21
EXPLODING EYES noch lange hatten, zu übertreffen. Im Prinzip
war
deren Musik schon ein Vorläufer für die, die ich
heute mache.
Ich komponierte damals einen Großteil der Musik, spielte
Synthesizer und sang die zweite Stimme." Und genau das - die
menschliche Stimme - ist auch zugleich das Instrument, das ihn
bis zum heutigen Tag am nachhaltigsten interessiert, für
welches
sein Herz unaufhörlich schlägt. Diese Passion ist bei
all
seinen Kompositionen auch nicht zu überhören. Extreme
Auslebung
dieser Faszination ist beispielsweise das Stück "Lebenslauf".
Doch neben freien Experimenten hat man auch im Bereich
musikalischer Ausbildung in GROTESKen Lagern etwas vorzuweisen:
"Ich hatte einen hervorragenden Lehrer, der mir eigentlich
das Orgelspiel beibringen sollte. Eines Tages hatte er mich in
der Fußgängerzone ertappt, als ich ein Buch
über die
Harmonielehre in meiner Hand trug. Ab diesem Zeitpunkt wußte
er,
daß es mir nicht darum ging irgendwelche Musikstücke
darzubieten oder zu interpretieren, sondern selbst Musik zu
schreiben. Da er studierter Komponist war hat er mir viel aus
diesem Bereich beigebracht." Von dem was Mane daraus gemacht
hat, kann man sich heutzutage selbst ein Bild machen. (Ob es den
ominösen studierten Komponisten noch immer gibt und was er
wohl
heute von seinem einstigen Zögling hält?!)
An sein wirklich erstes Instrument kann sich der Musiker nicht
mehr so recht erinnern, "... aber ich bin sicher daß es
irgendein selbstgebasteltes Schlaginstrument war." Nach wie
vor ist seine Stimme das für ihn unverzichtbarste Gut im bezug
auf seine Musik. "Es gibt kein gebautes Instrument das solch
eine Ausdruckskraft besitzt und dem Ohr so vertraut ist.
Ansonsten ist es für mich an und für sich
überhaupt nicht
wichtig mit welchen Instrumenten die Musik ‚erzeugt' wurde.
Ob das nun reine Instrumental-, Accapella oder überproduzierte
High-Tech-Musik ist. Relevant ist nur, was dabei herauskommt; wie
mir der Titel gefällt und wie die Instrumente eingesetzt
wurden."
Wie er selbst all dies handhabt, konnte man unter anderem live im
Rahmen des 1998er Wave Gotik Treffens zu Leipzig erleben. "Ich
hatte mich mit meinem Album ‚Triad' beworben. Als dann die
anderen CDs ebenfalls angefordert wurden, wußte ich schon,
daß
ich gute Aussichten hatte. Ich spielte freitags als
Abschluß-Act
in der große Agra-Halle in der am selben Tag auch IN EXTREMO
und
WOLFSHEIM spielten." Zu derartigen Anlässen gibt es kein
Multimedia-Spektakel (mehr). "Ich bin auf der Bühne ganz
allein, arbeite mit Händen und Füßen, singe
und halte die
Maschinen am Laufen." - der eingangs erwähnte
Einzelkämpfer
eben.
Diese Eigenschaft wird auch von der Tatsache untermauert, daß
Mane Unverdorben im Jahre 1996 sein eigenes Label "Granit
Medien" aktivierte. "Granit Medien ist nur auf das
beschränkt was ich machen kann und will. Eigentlich
muß das
noch nicht einmal Musik sein." Doch seine musikalischen
Ergüsse
sind es, die bislang über Granit Medien auf dem Sublabel Ex.Es
der A&T Records Group erscheinen. "‚Querschnitt'
ist eine Kollaboration zwischen A&T und Granit Medien; wobei
das Label Ex.Es extra zu diesem Zweck aus der Traufe gehoben
wurde." (Was es bis heute von GROTESK noch so zu hören gibt,
zeigt die am Textende befindliche Diskographie.)
Der "Querschnitt" besteht aber nicht nur und ausschließlich
aus rein unverdorbenem Liedgut - allein die Grundideen sind die
seinen. Es tummelt sich auch Remixwerk an Ort und Stelle!
Beteiligt waren an dieser Mission FAV und CLONE 137. "Mike
von FAV hatte zu dieser Zeit sehr viel mit Remixen von anderen
Bands zu tun. Also kam es mir in den Sinn, ob er vielleicht auch
etwas von GROTESK bearbeiten würde. Der Gedanke, daß
sich
jemand so intensiv mit meiner Musik beschäftigt gefiel mir so
gut, daß ich Bernd von CLONE 137 auch fragte. Beide willigten
sofort ein und haben mich mehr als positiv mit ihren Arbeiten
überrascht.
FAV macht übrigens sehr kraftvolle Elektromusik mit einem
deftigen Schuß Punk gewürzt. Bis jetzt ist eine CD
namens
‚Miscellaneous' bei Daham/Nova Tekk erschienen.
Interessanterweise ist FAV in den Staaten (wo noch nicht einmal
ein Vertrieb für die CD existiert) viel bekannter als bei uns.
CLONE 137 arbeitet momentan an einem Musikstil den ich nur
schemenhaft als Industrial-Elektro-Acid-Crossover zu beschreiben
vermag. Zu seiner musikalischen Laufbahn verweise ich auf alte
WUMPSCUT-Scheiben, auf denen er des öfteren präsent
war."
Die engagierten Bands wählten die zu remixenden Titel selbst
aus,
bekundeten also damit, welche GROTESK-Songs ihnen am reizvollsten
erschienen.
Manes eigene Wahl ist es, seine Musik vom ersten bis zum letzten
Moment selbst unter Kontrolle, in der Hand und im Ohr zu haben.
"Vom ersten Ton bis zur fertigen Master-CD für´s
Presswerk
entsteht alles bei mir im Hinterzimmer. Mit anderen Worten gesagt,
so wie´s mein Studio verläßt so
schallt´s auch aus dem
heimischen CD-Player." Das Endprodukt verdeutlicht, das er
mit einer gehörigen Portion Know-how ans Werk geht (und ging).
"Früher habe ich hauptsächlich live gemischt, vor
allem
Punk und Hardcore. In letzter Zeit habe ich dann eher die
Mastering-Geschichte betrieben. Momentan mache ich Aufnahmen von
einer Tribal-Formation namens WOZEK. Es haben auch schon aufgrund
der ‚Querschnitt' Bands angefragt, ob ich sie im
Hinterzimmer produziere, allerdings ist selbiges eigentlich nicht
auf richtige Bandaufnahmen eingestellt. Ach ja, ab und an verleih
ich auch noch meine Stimme." erwähnt der Unverdorbene am
Ende noch, geht aber leider nicht näher darauf ein. Wer
weiß,
wo er zu erhören ist!? Erfahren wir es nie oder erleben wir
noch
unser blaues Wunder? Sollte es nur eines oder gar mehrere
Projekte geben...? Vielleicht wird dies in einem der nächsten
GROTESK-Interviews geklärt werden können, an dieser
Stelle
jedoch nicht.
Hier bleiben wir im Hinterzimmer: "Alle Aufnahmen entstehen
hier. Hardware-mäßig (die Gerätschaften)
hat sich seit
Studiobeginn nichts getan. Produktionstechnisch läuft das
ganze
Recording jetzt über den Rechner. Und ich genieße
es, daß ich
alles in Griffweite habe, daß ich nicht innerhalb von ein
paar
Tagen ein Album unter Hast in einem Mietstudio zusammenzimmern
muß."
Dem Künstler zufolge bietet seine technische und instrumentale
Ausstattung keinerlei Besonderheiten. "Ein paar Instrumente,
ein bißchen Peripherie - vieles gebraucht gekauft. Am
liebsten wäre
es mir eigentlich, wenn ich mit einem Maschinchen alles machen
könnte
was ich brauche. Allerdings benötige ich für die
Auftritte noch
die gesamte Hardware; ohne sie wären die Live-Auftritte nicht
möglich."
Diese Äußerung läßt vermuten,
daß GROTESKe Live-Aktivitäten
also stets mittelgroßen Umzugscharakter besitzen,
dafür aber
auch vollen Körpereinsatz garantieren! Und wie wir Menschen
nunmal sind, hegen wir - sodann irgendwelche
Mißstände (schlimmer
und weniger schlimmer Natur) in unserem Leben herrschen -
kleinere oder auch größere Wünsche und
verfolgen persönliche
Ziele. "Mein Traum ist es, daß ich nie meinen musikalischen
Horizont erblicke und trotzdem mit meiner Leistung zufrieden bin.
Natürlich auch was sich jeder Musiker wünscht:
Zumindest für
eine Zeit lang den Job liegenzulassen und nur für die Kunst zu
leben. An Instrumenten hätte ich ganz gern die Trompeten von
Jericho geblasen ..." Und bevor die Träumereien nun
völligst
aus dem Ufer zu geraten scheinen, wenden wir uns doch lieber
wieder irdischerem Treiben zu - der aktuellen Veröffentlichung
beispielsweise.
"Querschnitt" besteht hauptsächlich aus bearbeiteten
Songs der drei bestehenden GROTESK-CDs. "Zum Teil sind die
Songs schon älter als GROTESK." An den Bearbeitungen und
Aufnahmen hat Mane ein gutes Dreivierteljahr gearbeitet. "Der
älteste Song ist ‚Humans' (Baujahr ´86);
unveröffentlicht
waren bis dato ‚Vor der Zeit', ‚Lebenslauf' und
‚Sunwoid'."
Betrachtet man als Hörer die bestehenden Stücke rein
chronologisch, so fällt auf, daß GROTESK immer
seltener
englische Texte verarbeitet. "In der Tat. Momentan habe ich
auch nicht das große Interesse daran welche zu schreiben.
Für
mich ist es vor allem reizvoll in deutsch zu singen. Ich kann
mich auf diese Art anders ausdrücken, irgendwie
beschäftigen
sich die Leute stärker mit den Inhalten (was
natürlich auch
eine Fußangel sein kann) und man muß diese Sprache
oft beugen
um zu einem musikalischen Ergebnis zu kommen." Demnach sind
es gerade der Widerstand und die starren, kantigen und harten
Seiten unserer Sprache, die sich GROTESK zu eigen macht. Die
deutsche Sprache findet gezielt, absichtlich und bewußt ihren
Einsatz in diesem abwechslungsreichen Musikgefüge - gleich
einem
weiteren Instrument. "Generell hoffe ich, daß ich mich
nicht irgendwann in einer Vorgehensweise festfahre. Wenn ich nur
noch nach Schema F hantiere ist es wohl besser mit der Musik
aufzuhören." Augenblicklich beruhigenderweise aber noch
weit von solcherlei Automatismen entfernt beschäftigt sich der
Forschergeist im Inneren jedoch lieber immer wieder mit neuen
musikalischen und technischen Finessen als an Routine oder
Altersstarrsinn zu ermüden. "Okay, jetzt wird's technisch:
Beim ‚Lebenslauf' setzte ich mich zum Beispiel mit einem
Vocoder auf Softwarebasis auseinander, und da es dann noch zu
nett klang wurde die Stimme auf 6 Bit gedrosselt (ohne
Tiefpass-Korrektur)
gefolgt von einem Verzerrer." Die Soundküche brodelt, und
Angst vor Neuem kennt man(e) nicht! Von Stillstand keine Spur.
Weiter geht's!
"Immer dann, wenn es überhaupt nicht paßt bin ich am
kreativsten; wenn ich kopfüber mit anderen Arbeiten bepackt
bin
und überhaupt keine Zeit zum Musik machen habe." Dann also,
wenn der emotionale Pegel in die Höhe getrieben wird, was nun
einmal nicht ausschließlich durch Leid und Trauer, Freude
oder
Liebe, sondern auch durch Streß oder Anspannung der Fall sein
kann. Dabei spielen dann auch textliche Inhalte eine große
und
bedeutende Rolle. Einflüsse von Außen und auch
innere Stadien
des Befindens finden ihren Platz in dieser Art von
Problembewältigung,
einer Art Abreagieren, ein Kanal für Emotionen jedweder Art.
In
dem Moment, in dem etwas niedergeschrieben wird erst erscheint
einem die Tragweite dessen deutlich. Dabei müssen die Texte
aber
nicht ausschließlich die Privatangelegenheit des Musikers
sein.
"Ich seh´ das so, daß ich nur anbiete: Meine
Geschichten
und Ansichten. Ob und was der Hörer daraus macht liegt in
seinem
Gusto. Ich jedenfalls sehe mich nicht oberster Lehrmeister."
Er möchte mit seiner Musik aber schon erreichen, daß
man sie
gerne wieder hören möchte, vielleicht auch,
daß man sich damit
auseinandersetzt. "Was für mich natürlich total
klasse ist:
Wenn ich ein Feedback zurückbekomme; wenn mir jemand
erzählt
was er persönlich mit dem Song verbindet oder dabei
empfindet."
Auf diese Weise wird auf direktestem Wege deutlich, daß
man(e)
die Musik nicht nur für sich alleine im
‚Hinterzimmer'
produziert, und das kann zu neuen Inspirationen führen,
Impulse
geben weiter daran zu arbeiten und weiterhin für Bewegung,
Aktion und Faszination zu sorgen.
Ein offensichtlicher Faible für Drums ist kaum zu leugnen
(sollte
das allererste, selbstgebaute Schlagzeug doch seine tiefen Spuren
hinterlassen haben?), und auch in den übrigen Bereichen steckt
oft in vielschichtiger Form die Liebe zum Detail. "Vielen
Dank für die Blumen. Am liebsten würde ich an allem
endlos
feilen: An der Komposition, an den Klängen, am Gesang, am
Recording etc. und dann wahrscheinlich nie etwas
veröffentlichen."
Und dennoch gibt es auch GROTESKe Schnellschüsse, die selbst
den
Produzierenden in Erstaunen versetzen. "Relativ schnell
aufgenommen war ‚Vor der Zeit'. Ich probierte gerade aus, ob
der Text zur Musik paßt, und nach drei Durchgängen
hab ich zu
Testzwecken den Gesang aufgenommen. Da er mir im Nachhinein von
der Intension gut gefiel, hab´ ich ihn so gelassen wie er
war.
Nicht einmal die doch sehr ‚blue' geratene Note vorm
Schluß
wurde geändert. Die meisten Songs allerdings
‚reifen' erst
über Jahre hinweg." und das nicht nur musikalisch. Worte
sind im ersten Anlauf auch nicht immer gleich perfekt auf den
Punkt zu bringen und bedürfen einiger Reifezeit und Ruhe. Alle
auf diese Weise von Mane Unverdorben ausgearbeiteten Zeilen der
Songinhalte wurden im Booklet des "Querschnittes"
festgehalten und von Originalaufnahmen des Künstlers selbst
geziert. "Ja ich bin´s; das Folterinstrument ist eine
Blitzableiterklemme und die hab´ ich mir
höchst-persönlich auf
die Unterlippe geschraubt. Ich empfinde das Foto als witziges
Gegenstück zu dem momentan grassierenden
Selbstverstümmelungs-Tick.
Die Fotos habe ich selbst geschossen und als die Unterlippe am
Boden aufschlug wußte ich, daß es Zeit war damit
aufzuhören."
Zur Entspannung gab es nach diesem mehr als aufregenden Shooting
für Manes Ohren schließlich sicher seinen momentan
absoluten
musikalischen Favoriten "Miscellaneous" von FAV! "Entweder
ein Song gefällt mir - oder er gefällt mir nicht; da
ist es mir
relativ egal in welche Musikrichtung er hineinklassifiziert wird."
Leider gibt es GROTESK in diesem Jahr aller Wahrscheinlichkeit
nach nicht mehr live zu sehen. Es wurde zumindest keine Tour zum
"Querschnitt" geplant. Doch damit ist nicht etwa Trübsal
blasen angesagt, sondern Vorfreude auf weitere kreative Phasen
des Mane Unverdorben, der - wenn er zu Hause bleibt -
schließlich
größere Chancen hat mehr Zeit für seine
Musik - und damit sind
weitere Stücke gemeint - zu finden als er sie unterwegs haben
könnte.
...obwohl gerade solche Reisen mit so unendlich vielen neuen
Eindrücken und Erfahrungen mit Menschen ein
unerschöpflich
kreatives Potential in sich bergen können!
Abschließend will noch bemerkt werden, daß
sämtliche GROTESK-Veröffentlichungen
nicht limitiert sind oder es jemals waren. Außer bei Mane
Unverdorben direkt sind sie auch über diverse Mailorder zu
beziehen. "Allen voran natürlich bei A&T Mailorder und
De Luidspreker. Sollte Euer favorisierter Mailorder GROTESK nicht
führen; dann nervt bitte die Leute bis sie die CDs ins
Programm
aufnehmen!"
Diskographie:
1994 "Squaring A Circle"
1995 "ZWO"
1997 "TRIAD"
1999 "Querschnitt"
Alles CD, auf Tape nicht mehr lieferbar, außerdem existieren
auch mehrfach Beiträge zu CD-Compilations...
Manuela Orth
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