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Fotos: Mark
Johnston/Nordbayerische Nachrichten
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Es gibt auch
außerhalb der Politik ein paar Zeitgenossen, die bei
dem Namen Thomas Dehler nicht überlegen müssen.
Herbert Baume (73), Mitglied des Fördervereins
Familienschwimmbad Streitberg, sieht ihn sogar noch
vor sich — ohne auf die Tafel blicken zu müssen: Das
schon etwas schüttere Haar streng zurückgekämmt, den
Mund entschlossen zusammengekniffen.
So hat Baume
den Anzugträger selbst in Badehose erkannt und ihn
im Streitberger Freibad immer wieder gesehen. Baume
war an jenem 21. Juli 1967 im Freibad, als Dehler an
Herzversagen starb. „Es war ein heißer Tag“,
erinnert er sich. Dehler sei aus dem überhitzten
Auto gestiegen und habe sich nach dem Umziehen
gleich ins eiskalte Bad gestürzt — zu viel für das
Herz des gesundheitlich wohl vorbelasteten
Politikers.
44 Jahre nach
diesem Unfall hängt nun eine Plexiglastafel in der
Größe dieser Zeitungsseite an einer der Säulen. Die
Idee dazu hatte der Vorsitzende des Fördervereins,
Georg Körfgen, bei einem Gespräch mit dem
FDP-Bundestagsabgeordneten Sebastian Körber aus
Forchheim. Beide waren sich einig: Die Zeit sei
reif, an den Politiker zu erinnern.
Von da an, gab
es nur noch offene Türen. Wie die Bundesministerin
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bei der Feier
betonte, begrüße sie sehr, dass nun an dieser Stelle
des Demokraten und Liberalen Thomas Dehler gedacht
werde. „Üblicherweise finden Gedenkfeiern in Räumen
oder Sälen statt“, sagte sie. Da sei dieser Ort,
einer von Dehlers Lieblingsplätzen, eine gelungene
Erweiterung, um an den FDP-Mann zu erinnern.
Körber meinte
mit Blick auf das Schwarzweiß-Porträt, dass Dehler
mit heutigem Blick sicher manch kritisches Wort zur
FDP verlieren würde. „Aber nach dem Parteitag am
vergangenen Wochenende wäre er wieder sehr stolz“,
fügte er schnell hinzu.
Ein kantiger
Mann soll Dehler gewesen sein, meinte der
FDP-Bezirksvorsitzende Thomas Hacker bei der
Feierstunde mit Trompetengruß. „Wir sind
verpflichtet, an ihn zu erinnern.“
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