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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 18.03.2012
Jan. 2010: Auch im Winter möchte man nicht auf Spaß verzichten, so dass man einige "schräge" Ideen ausprobiert.
Winterwetter ist immer ein Problem für Radfahrer. Dies gilt auch für ein Trike. Während überraschend auftretendes Glatteis bei einem Zweirad fast unausweichlich zu einem Sturz führt, wird ein Trike dabei "nur" etwas rutschen - sofern man nicht zu schnell unterwegs war und gegen ein Hindernis schleudert.
Bei Schneehöhen von mehr als 3 cm oder an Steigungen hört der Spaß des Trike-Fahrens gründlich auf. Die Vorderräder bremsen so stark, dass das angetriebene Hinterrad hoffnungslos durchdreht. Andernfalls kommt man nur mit viel Mühe in kleinsten Gängen vorwärts, denn jedes der 3 Räder benötigt eine eigene Spur im Schnee. Die Breite von Autospuren reicht nur für ein oder zwei Räder, so dass sich das Trike ständig quer stellt und noch mehr bremst.
Das Bild zeigt einen Versuch das Trike mit Kufen auszurüsten. Der Versuch gilt aber als gescheitert, weil damit das Fahren im Tief- schnee nicht wirklich möglich war. Die Ski waren viel zu schmal für das Gewicht. Man hätte wohl extra breite Ski oder Snowboards benötigt. Das als Schneekette um den Reifen gewickelte Seil verbesserte den Vortrieb nur auf festem Schnee. Das Lenken und Bremsen war eher abenteuerlich.
Der Autor verwendet nach diesen Erfahrungen im Winter lieber das mit Spikesreifen ausgerüstete MTB oder Langlaufski.
Aug. 2009: Crash beim Versuch möglichst lange auf 2 Rädern im Kreis zu fahren. Der Photograph stand leider genau an der falschen Stelle, so dass der Ausweichversuch mit "aua" endete.
PS: wenn es dir beim Ansehen dieser Fotoserie übel wird, dann ist das wohl normal. Stelle dir vor, du selbst würdest ständig im Kreis fahren ...
Dez. 2011: Täglich 1 Stunde Zeitgewinn!
Der Grund dafür ist der nachträglich eingebaute "Rückenwind" in das Liegerad. Entgegen vieler Vorurteile gegen Fahrräder mit Hilfsmotor ist dies kein Fall von Unsportlichkeit! Ein Pedelec-Antrieb verlangt das Mittreten: Pedelec = Pedal & elektrisch. Das sportlich kraftvolle Mittreten sorgt nicht nur dafür, dass es Bergauf mit vereinten Kräften richtig zur Sache geht, sondern sorgt auch dafür, dass die begrenzte Kapazität des Akkus für möglichst viele Anstiege und Kilometer reicht.
Ganz einfach: 1.) In hügeliger Landschaft verbraucht ein Radfahrer die meiste Zeit auf Steigungsstrecken. Es ist ein Naturgesetz, dass er die dabei verlorene Zeit auch bei sehr schnellen Bergabfahrten nie wieder gut machen kann. Also lohnt es sich am meisten, wenn die Bergauffahrten beschleunigt werden. 2.) Ein Radfahrer bewegt sich beim Bergauffahren in einem Geschwindigkeitsbereich, der unterhalb der maximalen Pedelec Geschwindigkeit von 25 km/h liegt. Damit kann ein Pedelec-Antrieb auch schnelle Liegeräder zu wesentlich höheren Durchschnitts- Geschwindigkeiten verhelfen.
Hier geht es zu einer GPS Datenauswertung, welche den Zeitgewinn dokumentiert. Nach dem Umbau auf ein größeres Kettenrad beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der gleichen Strecke (im beiden Richtungen!) sogar 27km/h. Was beweißt, dass bei einem Liegerad der Motor nur auf Steigungen benötigt wird.
Wie das Bild in Teil 3 zeigt, fällt der Umbau kaum auf. Das Trike sorgt wegen des Überraschungseffekts für viel Spaß. Auf Steigungsstrecken sieht man im Rückspiegel, dass den überholten Radlern der Frust förmlich ins Gesicht geschrieben ist.
Auch auf dem folgenden Bild kann ein unbedarfter Beobachter nur wenig von der zusätzlichen Technik erkennen. Der Nabenmotor ist nur unwesentlich größer wie so manche Nabenschaltung. Die Motorsteuerung ist unter dem Sitz "versteckt". Der Akku hängt unterm Sitz und kann zum Laden einfach seitlich heraus gezogen werden.
Für Technik-Interessierte hier ein Link zur Beschreibung meines Umbaus im elektrofahrrad-einfach Forum .
Gemäß einer europäischen Richtlinie sind Fahrräder mit Elektroantrieb zulassungs- und versicherungsfrei, wenn der Motor eine max. Dauerleistung von 250 Watt hat und nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt. Alles andere gilt als Kraftfahrzeug und würde sich für ein Liegerad nicht wirklich lohnen.
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