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Bike und GPS Tipps
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Das Bike im Koffer
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dem 1.Juni 2003
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Die folgenden Tipps beruhen auf der Erfahrung des Autors im Zeitraum 2005 bis 2008. Die Infos treffen sicherlich nicht überall unter allen Bedingungen und für alle Zeiten zu, aber vielleicht helfen sie ja bei deiner Urlaubsplanung.
2. Pro |
und Kontra |
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Ein wesentliches Entscheidungskriterium sind die Kosten. Hierzu die folgenden Fakten: Die Mietkosten für ein gutes Fully sind oft höher wie die für einen Kleinwagen. Für die Mitnahme im Flugzeug fallen Zusatzkosten an: Für Hin- und Rückflug waren 2008 bei CONDOR 50 ¤ für das Bike als Sperrgepäck fällig. Hierzu kommen die Kosten für eine adäquate Verpackung des Bikes.
Wichtig: Sperrgepäck
muss vor dem Flug rechtzeitig bei der jeweiligen Airline
angemeldet werden! Am besten ist es, den "Bike-Wunsch"
gleich bei der Reisebuchung mit anzugeben. Vor der
Buchung unbedingt auf der Homepage der in Frage kommenden
Airline nach schauen und deren Bedingungen für den
Fahrrad-Transport genau lesen.
Wer eine Pauschalreise (Flug + Hotel) bucht, wird
wahrscheinlich Probleme mit dem Bustransfer haben,
da die häufig eingesetzten Kleinbusse kein Platz für
Sperrgepäck haben. Auch deshalb unbedingt vorher beim
Reiseveranstalter anfragen. Oder gleich ein
Mietauto direkt ab Flughafen buchen wenn man mehr
als Bike und Rucksack dabei hat!
Die Airlines verlangen eine ausreichende Verpackung des Fahrrads. Und wer meint, dass es bequemer ist, das Bike auf den eigenen Räder zur Abfertigung zu rollen und nicht die Kette entfernt, der darf sich nicht wundern, wenn später die Schaltung defekt ist. Es wird auch verlangt, dass die Pedale abgenommen werden.
Achtung! Manche Airlines verlangen dass die Luft aus den Reifen und sogar aus den Dämpfern abgelassen wird ! Vor derartigen Airlines kann man nur warnen! Schon allein die Forderung zum Ablassen der Luft aus den Reifen ist fachlich und sicherheitstechnisch nicht begründbar (siehe den folgenden Kasten zum Nachdenken). Da die Airline wahrscheinlich auch in anderen Sicherheitsfragen so daneben liegt, verdient sie kein Vertrauen! Mit dem Personal am Flughafen zu diskutieren ist zwecklos, es kann nur passieren, dass das Bike nicht befördert wird. Besser ist es sich vorher zu informieren und die richtige Airline zu buchen!
Auf jeden Fall sollte man die Liste verbotener Stoffe im Reisegepäck beachten. Hierzu zählen auch CO2 Kartuschen, wie sie zum Aufpumpen der Reifen verwendet werden.
Zum Nachdenken: Bei
der typischen Reiseflughöhe des Verkehrsflugzeuges
wie von Airbus oder Boeing in etwa 10 000 m
Höhe wird der Luftdruck in der gesamten Flugzeugkabine
- einschließlich der Frachträume mit unserem Bike
drin - auf einen Druck geregelt, der einer Höhe von
etwa 2000 m entspricht. Es ist wohl absolut unwahrscheinlich,
dass die Reifen bei dieser relativ geringen Druckverringerung
(etwa 0,2 Bar) platzen. (Wer es selbst nachrechnen
will, der findet z.B. bei Wikipedia die Grundlagen.)
Gegenfrage: Würdest Du bei einer überquerung
eines Alpenpasses, oder z. B. auf Teneriffa bei einer
Fahrt durch die Las Cañadas (max. 2300 m) die
Luft aus den Reifen lassen, weil du befürchtest, dass
sie platzen könnten? Nein, denn die Druckänderung
wirst du vermutlich nicht einmal merken! Rennradreifen
haben deutliche höhere Drücke, doch eine Änderung
von 0,2 Bar wird sich dabei noch weniger auswirken.
Als "ausreichende Verpackung" würde ein Pappkarton reichen. Doch sollte man bedenken, dass ein so großer Pappkarton total unhandlich ist und schwer zu transportieren ist. Es sei denn, man will ihn am Zielflughafen gleich entsorgen. Aber wie kommt das Bike wieder Heim? Meiner Erfahrung nach ist eine Bike-Tasche praktischer! Bei Bedarf kann man sich die Tasche mit dem Bike drin einfach über die Schulter hängen. Eine Bike-Tasche kann relativ platzsparend zusammen gefaltet werden und stört deshalb auch nicht im Hotelzimmer. Nachteilig ist, dass sie vollkommen instabil ist und dem Bike keinen Schutz gegen Druck und Stöße bietet. Man sollte unbedingt zusätzliche Polsterungen (siehe Bild) verwenden! Hartschalen Bike-Koffer bieten zweifellos mehr Schutz für das Bike, aber sie sind auch entsprechend sperrig und teurer.
Ich hatte mich für eine Fahrrad-Reisetasche entschieden
("ALEX Flugtasche"), sie kostete Anfang 2005 bei KARSTADT
im Angebot ca. 50 ¤. Vergleichbares kann man auch
in anderen (OnLine) Bike Shops finden.
Rechts ein Foto meines Bikes in der Fahrrad-Reisetasche (2008). Das Vorder- und Hinterrad ist jeweils mit Spanngummis rechts und links an den Rahmen angelegt. Die Reifen sind dazu normal aufgepumpt. Die Lenkstange ist aus dem Vorbau genommen und mit Spanngummis an Vorbau und Federgabel befestigt. Die Kurbeln mit Kettenräder wurden aus dem Tretlager genommen. Die Kette und das Schaltwerk (bzw. bei einer Rohloff der Kettenspanner) sind in einem Putzlumpen eingewickelt und mit Spanngummis am Rahmen befestigt. Die Tasche ist mit zusätzlichen Schaumgummimatten und -klötzen gepolstert, sowie mit Pappen verstärkt.
Kannst Du auf Anhieb sagen, in welche Richtung man die Pedale löst und welcher Schlüssel dazu notwendig ist?
Wer sich nicht sicher fühlt, der sollte sich Notizen oder Fotos machen. Dies ist mit einer Digital Kamera schnell gemacht. Damit die Montage am Urlaubsort nicht in einer "mittleren Katastrophe" endet, sollte man etwas Erfahrung haben und dies möglichst zu Hause schon einmal geübt haben!
Wie schon oben erwähnt, muss das Bike vorher bei der Airline als Sport- bzw. Sperrgepäck angemeldet werden. Am normalen Check-In Schalter wird einem erklärt, wo das "Sperrgepäck" (bulky luggage) aufgegeben werden kann. Die Gebühren sind meistens schon bei der Buchung des Fluges zu zahlen.
Was man alles so erlebt: Beim Warten am Check-In Schalter für den Rückflug wäre eine ältere Dame beinahe vor Neugier "gestorben". Sie umkreiste mich und mein riesiges Gepäckstück mehrmals, um mich dann endlich anzusprechen: "In eine so große Tasche passe doch sicherlich viel hinein." Als ich ihr darauf hin erklärte, dass da ein Fahrrad drin sei, war sie beleidigt. Was hätte ich ihr denn sonst sagen sollen?
Nach der Ankunft am Zielflughafen wird es spannend: Wo und wann bekomme ich mein Bike?
Auf keinem Fall auf dem Kofferband! Meistens wird es vom Flughafenpersonal persönlich zur Sperrgepäckausgabe gebracht. Also Augen auf und schauen wo das sehnsüchtig erwartete Stück auftaucht oder Hinweisschilder zum Sperrgepäck (bulky luggage) führen.
Man sollte das Bike gleich bei der übergabe in der Ankunftshalle auf mögliche Transportschäden inspizieren und diese sofort reklamieren! Später wird man überhaupt keine Chance haben.
Daheim bereitet die Bike-Schrauberei meistens kein Problem. Aber am Urlaubsort? Wer ein enges Hotel gebucht hat, wird für die Montage des Bikes nur schwer einen geeigneten Platz finden oder hundert Zuschauer haben. Aber warum sollte man den Hotel Animateuren Konkurrenz machen?
Das Bike im engen Fahrstuhl mit ins Zimmer nehmen? Dann könnte Ärger vorprogrammiert sein! Am besten ist es gleich beim Hotel-Check-In zu erklären, dass man Sonderwünsche hat: ich benötige einen Raum zum Abstellen (und Montieren) meines Bikes. Das Hotelpersonal ist meistens sehr hilfsbereit. Mit etwas Glück kann man eventuell einen Raum benutzen, der sonst nur dem Personal vorbehalten ist.
Tipp: man sollte (z.B. in Spanien) das spanische Wort bicicleta verwenden, bei dem Wort "Fahrrad" oder "Bike" verstehen sie offensichtlich "Motorrad" und stellen sich auf stur.
Vor dem Heimflug:
Das Foto rechts zeigt mein altes
Bike auf dem Balkon des Hotelzimmers (2005). Hier
hatte ich ausreichend Platz für die (De-) Montage
und Packerei. Einem trainiertem Biker sollte
es keine Anstrengungen bereiten, das Bike die Treppen
hinauf zum Zimmer zu tragen. In meinem Fall hatte
das Hotelpersonal an der Rezeption zwar dumm geschaut,
aber der überraschungseffekt war eindeutig auf meiner
Seite! Ich kann nur vermuten, was die über mich dachten,
denn zuvor war ich auch zig-mal die Hotelzufahrt auf
und ab gerast, einschließlich vieler Jumps, damit
sich endlich der letzte Schlamm aus den Reifenstollen
löste, da ich diese Art von Urlaubs-Souvenir nicht
liebe.
Nach der Montage unbedingt alle Schrauben auf festen Sitz überprüfen. Hierzu gehört etwas Erfahrung - die Schrauben müssen mit Gefühl (genauer gesagt: mit dem richtigen Drehmoment) angezogen werden, keinesfalls mit der grösst-möglichen Kraft! Andernfalls endet der Bike-Urlaub wegen eines unbrauchbarem Bikes vorzeitig!
Wenn alles wieder richtig montiert ist, dann funktionieren Schaltung und Bremsen auf Anhieb wieder richtig. Andernfalls sollte man erst einmal die Ursache suchen bevor man es mit Justieren versucht, wodurch das Problem oft nur noch vergrößert wird!
Nicht vergessen: die Kette wieder leicht schmieren und vor der ersten großen Tour eine vorsichtige Probefahrt machen. Hiernach noch einmal alles kontrollieren.
Im Urlaub ein Bike vor Ort zu mieten ist sicherlich bequemer. Das hat aber auch seinen Preis! Es ist ohne Zweifel sicherer wenn man unter extremen Bedingungen mit dem gewohnten Bike fährt. Das "Sicherer"-Argument gilt aber nur, wenn man die Montage seines Bikes beherrscht! Wer das sich und seinem Bike nicht zumuten will, der sollte sich vor Ort ein Bike mieten. Teneriffa-Adressen findet Ihr hierzu unter meinen Links. Im Souvenir-Shop würde ich kein Bike mieten ...
PS: Die Tipps zur De-/Montage und
Verpackung des Bikes können aber auch für
andere Transportmittel (Bus, Auto, Bahn) von Interesse
sein.
Ich würde zum Beispiel mein Bike niemals auf dem Autodach
transportieren:
1. Wegen der davon ausgehenden potentiellen Gefährdung
anderer Verkehrsteilnehmer.
Die Naivität einiger Zeitgenossen im Glauben
an Dachständer ist schier unbeschreiblich! Wer
hat noch nie ein Bike auf der Autobahn liegen sehen?
Zur Erinnerung siehe STVO §22 (1). Hier geht es
zu den (nicht immer ernsten) Antworten zu den
häufig gestellten Fragen.
2. Wegen der daraus resultierenden nicht mehr
zeitgemäßen Energieverschwendung.
Mit dem demontierten Bike im Kofferraum fahre ich
mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,5 l /
100 km Diesel zum
Gardasee und zurück. Noch umweltfreundlicher
geht es allerdings per TransAlp
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International Bike Found Airline Baggage Regulation for Bikes. Eine Seite in der die Bedingungen und Kosten vieler Airlines aufgelistet sind (in Englisch).