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SF-Online
Editor:
Dr. Gert Vogel
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SF-Online: Rezensionen
David Weber
Weitere Besprechungen zu neueren Romanen sind im
Besprechungsteil zu finden.
Besprechung zu "1633", siehe unten
David Weber ist in Deutschland durch die Romane um Honor
Harrington bekannt geworden, einer Frau, die sich in der männlicher Domäne der
Kriegsführung behauptet. Er führt uns in seinen Romanen durch alle Höhen und
Tiefen, die sie bei ihrem Aufstieg an die Spitze der Flotte durchlebt.
Militärische Auseinandersetzungen im All waren bei uns allerdings nie wie in
Amerika ein Subgenre der SF, sondern eher etwas, das zur Anrüchigkeit der
Science Fiction beitrug und ein Indiz für Landser- und Perry Rhodan - Heftchen
Niveau.
Um so erstaunlicher war daher das schriftstellerische Niveau, das David Weber
bot. Er beschränkte sich nicht auf klischeehafte Schilderungen von wilden
Raumschlachten, sondern brachte den Leser dazu, mit seinen Figuren mitzuleben
und zu -leiden. In den dicken Büchern (zum Teil 700 Seiten) verstreichen oft
200 - 300 Seiten ohne die geringste kriegerische Auseinandersetzung. Dafür
lernt man im Detail die Probleme kennen, die ein Leben unter dem Druck von
militärischen Zwängen, persönlichen Wünschen und Träumen und Anfeindungen
von Konkurrenten mit sich bringt.
Webers Protagonisten sind - entsprechend der zugrunde liegenden
Entwicklungsgeschichte seines Universums - durch und durch ehrbare und
moralische Menschen. Aus diesem Widerstreit zwischen Ehre und Pflicht kann ein
guter Schriftsteller, wie man hier sieht, ein Epos von inzwischen wohl über
6000 Seiten schaffen, das auf keiner dieser Seiten Langeweile aufkommen lässt.
Eine Besprechung der einzelnen Bücher über Honor Harrington erübrigt sich,
da sich jeder, der davon angesprochen wird, sowieso alle andern Bücher
schnellstmöglich besorgen wird, und die anderen sowieso nichts davon wissen
wollen.
Wer des Englischen mächtig ist und sich einen kostenlosen Einstieg
verschaffen möchte, sollte die Möglichkeit nutzen, bei http://www.baen.com/
die Free Library aufzusuchen. Dort
wird der komplette Text von einigen Büchern David Webers zum Online-Lesen oder
Downloaden zur Verfügung gestellt.
Inzwischen sind praktisch alle Romane von David Weber und John Ringo, auch die
neuesten Hardcover (!), als E-Book-Freeware auf CDs erhältlich, die BAEN als
Dreingabe neu gekauften Büchern beilegt.
Wer Interesse an einem oder mehreren der Bücher hat, soll sich beim mir melden.
Der Umfang bewegt sich zwischen 400 und 800 kB.
Dr. Gert Vogel
On Basilisk Station
ISBN: 0-671-57793-X, $18.00
Hardcover (February 1999)
ISBN: 0-671-72163-1, $6.99
Paperback (October 1994)
Dieses Buch
ist auch in der Free-Library von Baen-Books kostenlos herunterladbar.
(http://www.baen.com/library/)
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Honor Harrington 1
Auf verlorenem Posten
Lübbe, Berg.-Gladb. (1997)
Taschenbuch
Preis: EUR
8,45
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The Honor of the Queen
ISBN: 0-671-57864-2, $5.99
Hardcover (March 2000)
ISBN: 0-671-72172-0, $6.99
Paperback (June 1993)
Dieses Buch
ist auch in der Free-Library von Baen-Books kostenlos herunterladbar.
(http://www.baen.com/library/)
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Honor Harrington 2
Die Ehre der Königin
Lübbe, Berg.-Gladb. (1998)
Taschenbuch
Preis: EUR
7,45
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The Short Victorious War
ISBN: 0-7434-3551-6, $14.00
Hardcover (June 2002)
ISBN: 0-7434-3546-X, $14.00
Trade (June 2002)
ISBN: 0-671-87596-5, $6.99
Paperback (October 1994)

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Honor Harrington 3
Ein schneller Sieg
Lübbe, Berg.-Gladb. (1998)
Taschenbuch
Preis: EUR
6,45
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Field of Dishonor
ISBN: 0-671-57820-0, $4.99
Hardcover (October 1999)
ISBN: 0-671-87624-4, $6.99
Paperback (October 1994)
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Honor Harrington 4
Mit Schimpf und Schande
Lübbe, Berg.-Gladb. (1999)
Taschenbuch
Preis: EUR
7,45
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Flag in Exile
ISBN: 0-671-31980-9, $10.00
Hardcover (March 2001)
ISBN: 0-671-87681-3, $6.99
Paperback (September 1995)
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Honor Harrington 5
Im Exil
Lübbe, Berg.-Gladb. (1999)
Taschenbuch
Preis: EUR
8,45
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Honor Among Enemies
ISBN: 0-671-87723-2, $21.00
Hardcover (February 1999)
ISBN: 0-671-87783-6, $6.99
Paperback (June 1997)
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Honor- Harrington 6
Ehre unter Feinden
Lübbe, Berg.-Gladb. (2000)
Taschenbuch
Preis:
(ca. DM 18,90)
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In Enemy Hands
ISBN: 0-671-87793-3, $22.00
Hardcover (August 1997)
ISBN: 0-671-57770-0, $6.99
Paperback (October 1998)
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Honor- Harrington 7
In Feindeshand
Lübbe, Berg.-Gladb. (2000)
Taschenbuch
Preis: EUR
9,45
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More Than Honor
with David Drake
with S.M.Stirling
ISBN: 0-671-87857-3, $5.99
Paperback (January 1998)
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Honor Harrington 8
Die Siedler von Sphinx
von David Weber, u. a.
Lübbe, Berg.-Gladb. (2001)
Taschenbuch
Preis: EUR
7,45
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Echoes of Honor
ISBN: 0-671-87892-1, $24.00
Hardcover (October 1998)
ISBN: 0-671-57833-2, $6.99
Paperback (October 1999)

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Honor- Harrington 9
Der Stolz der Flotte
Lübbe, Berg.-Gladb. (Oktober 2001)
Taschenbuch
Preis: EUR
9,95
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Worlds of Honor
ISBN: 0-671-57786-7, $21.00
Hardcover (February 1999)
ISBN: 0-671-57855-3, $6.99
Paperback (June 2000)
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Honor Harrington 10
Die Baumkatzen von Sphinx
von David Weber, u. a.
Lübbe, Berg.-Gladb. (April 2002)
Taschenbuch
Preis: EUR
9,90
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Ashes of Victory
ISBN: 0-671-57854-5, $25.00
Hardcover (March 2000)
ISBN: 0-671-31977-9, $7.99
Paperback (March 2001)
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Honor Harrington 11
Wie Phoenix aus der Asche
von David Weber, u. a.
Lübbe, Berg.-Gladb.
Taschenbuch
Preis: EUR
9,90
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Changer of Worlds
ISBN: 0-671-31975-2, $25.00
Hardcover (March 2001)
ISBN: 0-7434-3520-6, $7.99
Paperback (February 2002)
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Honor
Harrington 12
Die Raumkadettin von Sphinx
von David Weber, u. a.
Lübbe, Berg.-Gladb. (September 2003)
Taschenbuch
570 Seiten
ISBN: 340423264X
Worlds of Honor 3:
 Ist gerade in BAENs "Free Library"
aufgenommen worden.
http://www.baen.com/library/ |
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War of Honor
ISBN: 0-7434-3545-1, $26.00
Hardcover (October 2002) |
Kommen wir zu einem anderen Buch, für dessen 861 Seiten ich
einen Haufen Geld hingelegt habe: "War of Honor" von David Weber. Sein neuestes
Buch über Honor Harrington hinterlässt etwas zwiespältige Gefühle. Man ist zwar
nie versucht, es ganz wegzulegen, aber strichweise (ca. 2/3 des Buches) hat man
das Gefühl, Mitschnitte aus den Wahlkampfzentralen von SPD, CSU und FDP vor der
Bundestagswahl zu lesen.
Nach dem gewonnenen Krieg: Die Falschen sind an der Macht. Interne Machtkämpfe,
krumme Geldgeschäfte, Erpressungen, Gerangel um politische Macht, gefälschte
Briefe, persönliche Anfeindungen und Hetzkampagnen sind das Hauptthema des
ganzen Buches. Prominentestes Opfer wird Honor Harrington. Dabei sind doch nur
bei der CSU, ääh, den Monarchisten die einzigen Ehrenmänner mit weißer Weste zu
finden, die wissen, wie man die richtige Politik macht! Die ganzen anderen Gauner rüsten
einfach ab,
schicken die tapfersten Admiräle in Rente, dabei sichert doch nur ein starkes
Militär den Frieden! Aber wir haben ja zum Glück noch Honor. Als dann - gaaanz
zum Schluss des Buches - die Kämpfe wieder aufflackern, gewinnt sie als einzige
ihre Schlacht und so wird dem Bösen gerade noch die Stirn geboten.
Puh, wir sind wieder am gleichen Punkt wie vor dem Krieg mit den Peeps. Ist das
jetzt gut, weil Weber wieder mit interessanteren Büchern weitermachen kann, oder
hat der Leser einfach eine Menge Zeit nutzlos vergeudet?
Ich persönlich wünschte mir, dass dieses Buch - wie ganz früher jedes SF-Buch
bei Goldmann - auf 196 Seiten gekürzt würde. Dieser Rest wäre inspirierend,
spannend, kurz: einem Honor Harrington-Roman würdig. So würde ich leider sagen:
Lasst lieber die Finger davon, vermiest euch nicht die guten Erinnerungen an
Honor Harrington! Dr. Gert Vogel |
Crown of Slaves
with Eric Flint
ISBN: 0-7434-7148-2, $25.00
Hardcover (September 2003)

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Noch nicht
erschienen. |
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ISBN:
0-7434-3599-0, $26.00
Hardcover (April 2003)

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Worlds
of Honor 4:
Einige Stories sind bei BAEN anzulesen:
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ISBN: 0-7434-3593-1, $25.00
Hardcover (March 2003)

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Zusammenstellung
der drei Bücher
- Mutineer's Moon
- The Armageddon Inheritance
- Heirs of Empire
Besprechungen siehe weiter unten. |
Path of the Fury
ISBN: 0-671-72147-X, $6.99
Paperback (December 1992)
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Wilde Geschichte um eine aufgecyberte Superagentin,
die von der Rachegöttin höchstpersönlich in Besitz genommen wird. Später
tummelt sich in ihrem Hirn noch die Computerseele eines gekaperten Raumschiffes.
Ziel dieser drei Wesen ist, Rache zu nehmen an den Hintermännern einer Bande
von Raumpiraten, die u. a. die Familie der Heldin getötet haben. Die Spur zieht
sich durch die halbe Galaxis bis zu den höchsten Rängen der Raummarine.
Reißer mit wenig Tiefgang
Dr. Gert Vogel
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1632
Eric Flint
1633
David Weber
with Eric Flint
ISBN: 0-7434-3542-7, $26.00
Hardcover (August 2002)
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Bevor man mit Weber & Flints "1633" beginnt, sollte
man unbedingt den ersten Band dieser Reihe, "1632" von Eric Flint lesen. Dieses
Buch ist auch in der Free-Library von Baen-Books kostenlos herunterladbar. (
http://www.baen.com/library/ )
Als Ausgangspunkt für die beiden Romane wird ein
kosmisches Ereignis konstruiert, das eine amerikanische Kleinstadt durch Raum
und Zeit komplett ins Thüringen des 17. Jahrhundert transportiert und mitten in
den Kriegswirren des 30-jährigen Krieges absetzt (Genau ... Tilly, Wallenstein,
Pappenheim, Richelieu...). Die Verträge für vier weitere Bände sind bereits
unterschrieben, und es wird auch Bücher mit kürzeren Geschichten geben, die von
historisch interessierten SF-Fans aus der wachsenden „1632“-Fangemeinde verfasst
werden.
Geschildert wird in „1632“, wie der
durchschnittliche amerikanische Bürger durch seine überlegene freiheitliche
Gesinnung den am Boden liegenden Bürgern eines mittelalterlichen Europas ein
leuchtendes Beispiel für Mut und Edelmut gibt, so dass es unweigerlich
ausbleibt, dass am Schluss der Kern eines freiheitlichen Europas entsteht. Der
schwedische König Gustav Adolf steht ihnen zur Seite, ebenso die finanzielle
Kraft der verfolgten Juden. Die Gegenreformation (Spanien, Frankreich,
Österreich, ...) mitsamt der Inquisition hat ab jetzt wohl nichts zu lachen.
Vorher aber gilt es, mit den beschränkten Ressourcen
einer durchschnittlichen Kleinstadt aus West-Virginia (die übrigens einer real
existierenden Stadt nachgezeichnet wurde) gegen die Kriegsheere zu bestehen, die
das Land verwüsten. Zunächst ist das noch relativ einfach, da es sich nur um
kleine marodierende Horden von Söldnern handelt, die das dünn besiedelte Land am
Rand des Thüringer Waldes durchstreifen. Da reichen die Waffen, die der
durchschnittliche "White Trash" immer in seinem Pick-up mitführt, um einigen
Landsknechten klar zu machen, dass Plündern, Foltern und Vergewaltigen auf
amerikanischem Boden nicht gestattet ist. Amerikanischem Boden? Na klar, wohin
ein Amerikaner seinen Fuß setzt, da gilt die 'Bill of Rights', und wenn er noch
die überlegene Feuerkraft besitzt, dann sowieso. Die Deutschen, meistens
Flüchtlinge, die in dieses neue Machtzentrum sickern, assimilieren sich mit
erstaunlicher Schnelligkeit, ebenso sind die anstößigen Kleidungsgewohnheiten
der amerikanischen Frauen nach kürzester Zeit bei Flint kein Thema mehr. Über
viele Probleme, die einem nach kurzem Nachdenken in den Sinn kommen, wird
kurzerhand hinweggegangen. Flint konzentriert sich fast ausschließlich auf
politische und militärische Probleme. Alles andere reguliert der freie Markt.
Nach kürzester Zeit ist die Kleinstadt auch ein wirtschaftliches Machtzentrum,
das Gustav Adolf Kredite zur Finanzierung des Krieges zu 5% anbieten kann! Da
kommt man doch etwas ins Grübeln.
Wenn man das großartige Mitdenken aber weglässt,
bleibt dem Leser ein interessanter, mitreißender SF-Roman mit dem Fokus auf
kämpferische Auseinandersetzungen kleiner amerikanischer Gruppen (Alamo lässt
grüßen), aber mit überlegenen Feuerwaffen, gegen Riesenheere von blutdürstigen
Landsknechten, die sich nach dem Abschlachten der männlichen Bevölkerung und dem
Plündern am liebsten über alles hermachen, was weiblich ist. Hier bezieht sich
Flint übrigens auf nur zu reale Tatsachen aus dem 30-jährigen Krieg und zieht
daraus auch die Berechtigung für seine ziemlich drastischen Kampfszenen.
Die junge amerikanische Dame, die für die Teilnahme
am Biathlon-Wettbewerb der Olympischen Spiele trainiert hat und ungerührt mit
Zielfernrohr und Präzisionsgewehr hunderte von feindlichen Soldaten wegputzt,
lässt übrigens nicht nur mich, sondern auch König Gustav Adolf gruseln.
Nach dem Lesen von "1632" hat man sein Wissen über
den 30-jährigen Krieg enorm gesteigert. Die Schilderung der Schlachten, die
außerhalb des "amerikanischen" Territoriums ablaufen, basiert auf historische
Gegebenheiten. Wenn man, wie ich, bereits einen Teil der erwähnten Städte und
Landschaften in Thüringen kennt, erhöht das den Reiz des Buches. Auch den
Stadtplan von Nürnberg werde ich mir noch einmal genauer ansehen müssen ...
Sie sehen, das Buch hat beim Leser seine
Auswirkungen. Die Implikationen, die das Szenario hervorbringen kann, sind fast
unbegrenzt.
Der Folgeband, "1633", von Eric Flint und David
Weber ist inzwischen als Taschenbuch erhältlich, aber auch als freies E-Book auf
CDs von BAEN enthalten, die der Verlag bei Buchkäufen dazulegt.
Von der ersten Seite an merkt man, dass die
Mitarbeit David Webers einen Quantensprung an Tiefe, Charakterisierung und
Komplexität bewirkt hat. So haben sich die politischen Gegenspieler - an erster
Stelle Richelieu - über Spione sofort soviel Kartenmaterial als möglich besorgt,
und die Geschichtsbücher aus der Bibliothek werden von den Machthabern in halb
Europa auf das Genaueste studiert. Eine der Auswirkungen ist z. B., dass Oliver
Cromwell im Tower landet, lange bevor er daran gedacht hat, sich gegen den
unfähigen König zu verschwören. Tja, wenn man weiß, welche einmal die wichtigen
Köpfe der Opposition sein werden, kann man diese abschlagen (und das im Sinn des
Wortes), solange man an der Macht ist!
Die Komplexität und Ernsthaftigkeit, mit der Weber
an die Sache herangeht, hat allerdings auch einen kleinen Nachteil: Die
Geradlinigkeit und Unbekümmertheit, mit der Flint bei „1632“ gestartet ist, ist
nicht mehr durchzuhalten. Der Leser muss bereit sein, sich ohne Murren einige
Vorlesungen über die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge in der Welt
des Dreißigjährigen Kriegs anzuhören. Zum Glück mischen diese sich aber mit
aktionreicheren Abschnitten, heroischen Kämpfen, bitterem Leid und viel „human
interest“, also dem Versuch, dem Leser die handelnden Personen in all ihrer
Komplexität von Charakter und Handlungsmotiven näher zu bringen. Weber gelingt
dies hervorragend.
Kurz zum Handlungsverlauf: Ein Jahr Einmischung der
Amerikaner hat bereits dazu geführt, dass komplexe Bündnissysteme zerbrochen
sind und die Geschichte einen völlig anderen Verlauf nimmt. Die Erzfeinde
Frankreich, Spanien und England verbünden sich, die Niederlande werden
überrannt, und das Ziel all der Kriegsschiffe und Truppen ist das erstarkte
Schweden und dessen eroberte Gebiete in Deutschland. Mittendrin sitzen die
Gruppen von abgeordneten Amerikanern, die eigentlich auf diplomatischem Wege die
Situation in Europa stabilisieren wollten.
Um Gustav Adolf, dem Schwedenkönig, eine dünne
Chance auf einen Sieg zu ermöglichen, müssen die Amerikaner tief in ihrem
mitgebrachten Krempel stöbern und aus allerlei Hobby-Gerät eine Luftwaffe und
eine Kriegsflotte zusammenstellen. Erschwerend kommt dazu, dass sich die
politischen Verhältnisse durch den amerikanischen Einfluss stark geändert haben,
und ein Bürgerkrieg bevorzustehen scheint.
Aber immer, wenn die Lage aussichtslos erscheint,
werden junge Männer zu Helden, die sich auch nicht scheuen, für die gerechte
Sache ihr Leben einzusetzen. Wer hätte gedacht, dass die nächste dringende
Aufgabe für die Amerikaner der Entwurf – posthumer – Tapferkeitsorden sein
würde?
Flints Roman zieht Kreise. Es ist bereits jetzt
abzusehen, dass sich in den USA eine riesige Fangemeinde bildet, die sich mit
Elan und Sachverständnis auf das Thema stürzt. Wenn man bedenkt, wie viele
Leute, die bisher keinen Zugang zur SF hatten, sich mit historischen
Strategiespielen beschäftigen und das seit Jahrzehnten als ernsthaftes Hobby
betreiben, ist es kein Wunder, dass in „BAENs Bar“ im Internet jedes Detail
durchdiskutiert wird. Wenn die Bücher erst einmal in Deutschland erschienen
sind, ist damit zu rechnen, dass dies hier einen ähnlichen Boom hervorbringen
wird.
Mich haben die beiden Romane fasziniert.
Tipp: Wer sich näher mit den Hintergründen des
Dreißigjährigen Krieges auseinandersetzen will, kann bis zum Herbst in Amberg
die „Winterkönig“-Ausstellung besuchen (www.amberg.de).
„1632“:
608 Seiten, Sprache: Englisch
Taschenbuch, 1. Februar 2001
ISBN: 0671319728, 7.99 $
„1633“:
688 Seiten, Sprache: Englisch
Taschenbuch, 1. Juli 2003
ISBN: 0743471555, 7.99 $
Dr. Gert Vogel |
The Warmasters
with David Drake
with Eric Flint
ISBN: 0-7434-3534-6, $24.00
Hardcover (May 2002)
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Drei
längere Geschichten aus den jeweiligen Welten der Autoren.
Der Beitrag Webers ist auch bei BAEN im Internet zu
lesen. |
Crusade
ISBN: 0-671-72111-9, $6.99
Paperback (March 1992)
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Auch hier sagt das Titelbild eigentlich schon alles
aus: Gigantische Raumschlachten, taktisches Geplänkel, politische Intrigen,
böse Fremdwesen auf einem Heiligen Feldzug zur Eroberung der Galaxis usw. usw..
Für diesen Plot liest sich das Buch überraschend gut. Wer Raumschlachten
liebt, wird hier bestens bedient.
Dr. Gert Vogel |
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Insurrection
ISBN: 0-671-72024-4, $6.99
Paperback (March 1993)
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Spielt im gleichen Universum wie "Crusade". Die
Randwelten sind mit ihrer
Stellung in der Terranischen Föderation unzufrieden. Zunächst probieren sie
mittels diplomatischer Schachzüge, mehr Rechte zugesprochen zu bekommen. Die
fiesen konservativer Machthaber kontern aber mit allen Mittel, auch politischem
Mord. Also spalten sich die Randwelten ab. Das bedeutet Bürgerkrieg! Na, wie
wird's wohl ausgehen?
Anfangs weniger Raumschlachten, aber der militärische Wortschatz dominiert doch
das ganze Buch.
Dr. Gert Vogel |
In Death Ground
ISBN: 0-671-87779-8, $6.99
Paperback (May 1997)
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Direkte Fortsetzung von "Crusade",
ca. 60 Jahre später.
Diesmal geht
es gegen die Arachniden, die ohne Kontaktversuche menschliche Erkundungsschiffe
angreifen, und damit nicht genug, sofort ganze Planetenpopolationen vernichten.
Da sie zudem die gefangenen Menschen als Nahrungsquelle ansehen, entbrennt der
"totale Krieg".
Es wird nun geschildert, wie von Warp-Punkt zu Warp-Punkt Angriff und
Gegenangriff wogt und wie tapfere Soldaten sich opfern - und, kaum zu glauben,
sogar Oberbefehlshaber!
So gerne die Menschen die Arachniden als unintelligente Tierwesen sehen
möchten, sind diese durchaus innovativ und bringen ihnen empfindliche Schlappen
bei.
Das Buch endet mit einem labilen Gleichgewicht der kriegsführenden Parteien. Da
aber das Ziel nur die totale Auslöschung des Gegners sein kann, ist die
Fortsetzung "The Shiva Option" Pflicht.
Fazit: Aneinanderreihung von Raumschlachten, ohne jegliches Eingehen auf die
Auswirkungen des Krieges auf die Wirtschaft usw. im Imperium. Einzelpersonen
werden fast erst ab General (bzw. Admiral) überhaupt erwähnt. Ihre
Charakterisierung beschränkt sich dann allerdings auf russisches Fluchen (bei
Menschen) oder auf die Tatsache, dass Wodka dem Bourbon vorgezogen wird (bei den
katzenartigen Verbündeten).
Ein sehr eindimensionales Buch.
Dr. Gert Vogel
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The Shiva Option
with Steve White
ISBN: 0-671-31848-9, $27.00
Hardcover (February 2002)
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Direkte Fortsetzung von "In Death
Ground".
Geschildert wird die Gegenoffensive der Menschheit und ihrer Verbündeter gegen
die Arachnoiden.
Mit "Shiva-Option" wird das Pflastern gegnerischer Planeten mit
Anti-Materie-Bomben bezeichnet, das auch lustig durchgeführt wird. Da diese
Planeten im Schnitt von 10 Milliarden Wesen bevölkert werden, kommt man so
seinem Endziel, der totalen Auslöschung der bösen Feinde, recht zügig nahe.
Das klingt nun reichlich zynisch, aber das Buch bringt wirklich wieder mehr als
600 Seiten lang eine reine Aneinanderreihung von Raumschlachten, mit immer
größer werdenden Verlustzahlen an Superschlacht-schiffen und deren noch
größeren Nachfolgern, den Monitoren. Der menschliche Faktor wird alleine durch
die Interaktionen der Führungsspitze (ab General-Leutnant aufwärts) geliefert.
Die Charakterisierung von auftretenden Personen ist in klaren
Schwarz-Weiß-Tönen gehalten: Der gute Soldat wirft sein Leben in die Schlacht
- ohne zu Fragen oder gar zu Murren, der feige Zivilist ist nur an seinem
Verdienst oder seinem politischen Fortkommen interessiert.
Ein solches Buch wäre von einem deutschen Autor bei unserer Vergangenheit
absolut undenkbar.
Lesen lässt es sich ganz flott - inhaltlich hat es ungefähr die Qualität
einer "Heroes of Might and Magic" - Kampagne.
Dr. Gert Vogel
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The Excalibur Alternative
ISBN: 0-671-31860-8, $21.00
Hardcover (January 2002)
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Dieses Buch ist völlig herausgelöst
aus den anderen Serien oder Szenarien Webers.
Ausgangspunkt ist die Entführung einer kleinen Flotte mit ca. 1000
mittelalterlichen englischen Soldaten, die auf dem Weg nach Frankreich sind,
durch ein Alien-Raumschiff.
Wie sich herausstellt, sollen sie für einen Alien auf diversen Planeten
widerspenstige Einheimische niederkämpfen, die ganz und gar nicht über die
Ausbeutung ihrer Bodenschätze erfreut sind.
Die Regeln der galaktischen Föderation verbieten den Einsatz von überlegenen
Waffen, und deshalb kommen dem ehrgeizigen Alien-Kaufmann die englischen
Bogenschützen gerade recht, vor allem weil ein Konkurrent seit einiger Zeit mit
einer Gruppe terranischer Römer sehr erfolgreich ist.
Nach zahllosen Schlachten lehnen sich die Engländer aber auf und schaffen es,
das Raumschiff in ihre Macht zu bekommen. Und wer sich bei Perry Rhodan noch an
"Old Man" erinnert, kann sich denken, wie es weitergeht, als die
galaktische Föderation beschließt, die Erde mit ihren gefährlich innovativen
Bewohnern zu vernichten.
Fazit: Liest sich ganz nett, bietet aber wenig Neues.
Dr. Gert Vogel
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March Upcountry
with John Ringo
ISBN: 0-671-31985-X, $24.00
Hardcover (May 2001)
ISBN: 0-7434-3538-9, $7.99
Paperback (May 2002)
Dieses Buch ist auch in der Free-Library von Baen-Books
kostenlos herunterladbar.
(http://www.baen.com/library/) |
Webers "March
Upcountry" war mir zunächst wegen der reißerischen Beschreibung etwas suspekt,
stellte sich aber dann als solide SF-Unterhaltung mit stark militärischem
Einschlag heraus. Zum Glück überwiegt hier wieder die menschliche Seite, das
heißt, dass das Buch eher zur Klasse der Honor Harrington zu zählen ist als zu
den öden Militärschinken, die er zusammen mit Steve White verfasst hat.
Für mich sehr interessant zu lesen waren die Ausführungen über versagende
Elektronik infolge von Umwelteinflüssen, über deren Ursache ich als
Ausfallanalytiker Weber wohl noch einiges erzählen könnte! Weber hat diese
Effekte eher dazu eingeführt, dass die militärische Übermacht seiner
Protagonisten über die Einheimischen nicht die Schlachten zu langweilig
gestaltet. Übrigens: Die Umweltbedingungen 40°C, 93% relative Luftfeuchte, die
z. B. als Standardtest für elektronische Baugruppen eingesetzt werden, sind die
Grenze, ab der ein Mensch innerhalb kurzer Zeit stirbt, weil er die vom Körper
erzeugte Wärme nicht mehr abführen kann. Hier noch einiges draufzupacken, ist
etwas zu dick aufgetragen, Hr. Weber!
Die Geschichte liest sich ansonsten spannend und schreit nach der Fortsetzung,
die ich inzwischen auch schon bestellt habe. Dr. Gert Vogel
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March to the Sea
with John Ringo
ISBN: 0-671-31826-8, $24.00
Hardcover (May 2001)
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Die Fortsetzung der Geschichte des auf einem unterentwickelten Planeten
abgestürzten Thronfolgers des galaktischen Empires, der sich von einer
weinerlichen Memme zur Führungspersönlichkeit entwickelt, während er sich mit
seiner Wachkompanie um den halben Planetenumfang kämpft ("March Upcountry"), gewinnt an Tiefe. Die
handelnden Personen erhalten ein Profil, die privaten Interaktionen zwischen
ihnen sind nachvollziehbar, nehmen einen breiteren Raum ein und machen sich im
Fortgang der Geschichte immer stärker bemerkbar. Es sterben keine namenlosen
Soldaten mehr, sondern Menschen, die man als solche kennen gelernt hat. Der
abschließende Band "March to the Stars" wird interessant werden.
Dr. Gert Vogel |
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March to the Stars
von David Weber, John Ringo
544 Seiten - Baen Books
Hardcover (1. Januar 2003)
ISBN: 0-743-43562-1
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The Apocalypse Troll
ISBN: 0-671-57782-4, $22.00
Hardcover (January 1999)
ISBN: 0-671-57845-6, $7.99
Paperback (January 2000)
Dieses Buch
ist auch in der Free-Library von Baen-Books kostenlos herunterladbar.
(http://www.baen.com/library/)
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Einzelroman, der die Begegnung eines älteren
Offiziers mit einer bionisch aufgebrezelten Superkämpferin aus der Zukunft
beschreibt. Diese ist bei der Jagd durch die Dimensionen durch die Zeit
getaumelt und zusammen mit dem letzten Feindschiff auf der Erde unserer Zeit
abgestürzt. Sie schafft es, ihn von ihrer Geschichte zu überzeugen, und
gemeinsam mit dem Militär der Erde den Feind (Troll) zu vernichten. Dabei wird
dann auch die Zukunft so verändert, daß diese Trolle gar nicht erst entstehen
können.
Viel Action und Gigantomanie, wenig Tiefgang. Liest sich - wie alles von Weber -
gut, lohnt aber nicht den Aufwand, es auf Englisch zu lesen.
Dr. Gert Vogel
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Oath of Swords
ISBN: 0-671-87642-2, $5.99
Paperback (February 1995)
Dieses Buch ist auch in der Free-Library von Baen-Books
kostenlos herunterladbar.
(http://www.baen.com/library/)
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Zusammen mit "The War Gods Own" die
einzigen Fantasy-Romane von Weber. Geschildert wird eine Fantasywelt ähnlich
wie bei Eddings, also tausend Jahre nach einer Auseinandersetzung mit den
Göttern.
Protagonist der beiden Bücher ist Bahzell Bahnakson vom Clan der Pferdestehler,
ein Hradani. Die Hradani wurden damals als Kämpfer für das Böse geschaffen
und müssen jetzt mit dieser Bürde leben. Bahzell, ein eigentlich sehr
intelligentes und moralisches Wesen, rettet eine Frau vor der Ermordung durch
den Sohn des obersten Clanherren und ist danach auf der Flucht durch die halbe
Welt. Hinter ihm her sind nicht nur die Häscher, sondern auch der Kriegsgott
persönlich, der ihn zum Gottesstreiter machen will.
Kann durchaus mit Eddings mithalten, bietet aber nichts umwerfend Neues für das
Genre.
Dr. Gert Vogel
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War God's Own
ISBN: 0-671-87873-5, $22.00
Hardcover (May 1998)
ISBN: 0-671-57792-1, $7.99
Paperback (February 1999)
Dieses Buch
ist auch in der Free-Library von Baen-Books kostenlos herunterladbar.
(http://www.baen.com/library/)
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Fortsetzung von Oath of Swords. Bahzell Bahnakson
ist inzwischen Champion des Kriegsgottes und muss für diesen einige Sachen in
Ordnung bringen. Man lernt die andere Hälfte der Welt kennen und auch den
fiktiven geschichtlichen Hintergrund dieser Welt. Am Ende eröffnet sich für
die verachtete Rasse der Hradani der Ausblich in eine bessere Zukunft. Dass all
dies mit einer Vielzahl von blutigen Kämpfen einhergeht, ist wohl
selbstverständlich.
Gerade auf dem Feld der Fantasy gibt es sehr viel Schlechteres als diese beiden
Bücher, aber ich würde sie doch nur Schnelllesern in deutscher Übersetzung
empfehlen. Das Titelbild des Buches sagt sehr viel über den Inhalt aus!!!
Dr. Gert Vogel
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Mutineer's Moon
ISBN: 0-671-72085-6, $5.99
Paperback (October 1994)
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Erinnert sehr an die ersten Perry Rhodan - Romane.
Wenn aber schon Gigantomanie, dann richtig! Das zigtausend Jahre alte Raumschiff
liegt nicht auf dem Mond, sondern ist unser Mond! Die gesamte menschliche
Geschichte begründet auf den Auseinandersetzungen der bösen Meuterer und einer
Gruppe von guten Überlebenden, die sich der letztendlichen Machtübernahme
widersetzen. Natürlich gewinnen die Guten.
Flott geschrieben, muss aber Klimmzüge machen, um den Gegensatz zwischen
gigantischen Ressourcen und Beschränkung auf Untergrund-aktivitäten der
Überlebenden zu erklären.
Dr. Gert Vogel
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The Armageddon Inheritance
ISBN: 0-671-72197-6, $6.99
Paperback (October 1994)
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Fortsetzung von "Mutineers Moon".
Das gigantische Raumschiff, das sich als unser Mond verkleidet hatte, war nur
eines von Tausenden von Wachschiffen, die das galaktische Imperium vor der
Invasion eines schrecklichen Feindes schützen sollten. Vor zigtausend Jahren
ist jede Kommunikation abgerissen. Perry Rhodan - ääääh .... Colin MacIntyre
- macht sich auf die Suche nach dem Imperium. Er findet auch die Überreste
gigantischer Festungssysteme und wird vom Roboterhirn als Kaiser der Galaxis
anerkannt. So weit so gut, aber der geheimnisvolle Feind wird ausgerechnet jetzt
wieder aktiv und droht die Erde zu vernichten.
Die darauf folgenden Raumschlachten lassen Perry Rhodan vor Neid erblassen.
Weber denkt sich: "Wenn schon - denn schon!" und schreitet zur
größten Materialschlacht, an die ich mich erinnern kann.
Hunderte von Heftchen komprimiert auf 340 Seiten. Eigentlich ein guter Deal!
Dr. Gert Vogel
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Heirs of Empire
ISBN: 0-671-87707-0, $6.99
Paperback (March 1996)
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Die Materialschlacht von "The Armageddon
Inheritance" war nicht mehr zu toppen, also 'back to the roots': Die
halbwüchsige Nachkommenschaft des Kaisers der Galaxis und seiner Freunde ist
Ziel eines Mordanschlags. Die jungen Leute sterben aber nicht, sondern stürzen über dem
einzigen Planeten ab, auf dem noch Nachkommen des einstigen Imperiums leben. Sie
müssen sich zur Kommandozentrale der noch funktionsfähigen
planetaren Roboterverteidigung durchkämpfen, um die trauernden Eltern zu
verständigen. Natürlich ist die Zentrale inzwischen als Haupttempel des
Planeten nur schwer zugänglich.
Der Plot ist so konstruiert, dass die überlegene technische Ausstattung der
vorigen Romane weitgehend ignoriert werden kann. Die kriegerischen
Auseinandersetzungen fußen deshalb auf Lektionen aus der antiken menschlichen
Militärhistorie.
Weber bemüht sich hier um eine tiefer gehende Charakterisierung der
Hauptpersonen, die aber dennoch etwas blass bleiben. Der militärische Aspekt
bleibt klar im Vordergrund.
Anspruchslose, unterhaltende Zwischendurch - Lektüre.
Dr. Gert Vogel
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